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🌟 Entstehung

Stellare Schwarze Löcher entstehen, wenn massereiche Sterne (über ~20 Sonnenmassen) ihren Brennstoff verbrauchen und kollabieren. Der Kern implodiert in einer Supernova-Explosion. Supermassive Schwarze Löcher (Millionen bis Milliarden Sonnenmassen) befinden sich in den Zentren der meisten großen Galaxien.

🔵 Ereignishorizont

Die Grenze, jenseits derer nichts zurückkehren kann. Kein physisches Hindernis, nur ein Point of no Return. Der Schwarzschild-Radius definiert seine Größe: r = 2GM/c². Für ein erdmassengroßes Schwarzes Loch wären das ~9 mm. Für die Sonne etwa 3 km.

🌀 Singularität

Im Zentrum sagt die allgemeine Relativitätstheorie unendliche Dichte und null Volumen voraus: eine Singularität. Die meisten Physiker glauben, dass eine künftige Quantengravitationstheorie dies durch etwas Endliches ersetzen wird.

🌡️ Hawking-Strahlung

Stephen Hawking sagte 1974 vorher, dass Schwarze Löcher langsam durch Quanteneffekte nahe dem Ereignishorizont verdampfen. Je kleiner das Schwarze Loch, desto schneller verdampft es. Ein stellares Schwarzes Loch bräuchte länger als das aktuelle Alter des Universums.

📸 Erste Bilder

Das Event Horizon Telescope nahm 2019 das erste Bild eines Schwarzen Loch-Schattens auf: M87* mit 6,5 Milliarden Sonnenmassen, 55 Millionen Lichtjahre entfernt. 2022 wurde Sagittarius A* abgebildet – das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße mit 4 Millionen Sonnenmassen.

🔗 Gravitationswellen

LIGO detektierte 2015 erstmals Gravitationswellen von zwei verschmelzenden Schwarzen Löchern und bestätigte damit eine Vorhersage der allgemeinen Relativitätstheorie von 100 Jahren zuvor. Die Kollision setzte in einem Bruchteil einer Sekunde mehr Energie frei als alle Sterne im beobachtbaren Universum zusammen.