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Der Pazifikkrieg

Japan führte seit 1937 Krieg in China und tötete 14–20 Millionen Chinesen. Der Angriff auf Pearl Harbor (7. Dezember 1941) brachte die USA in den Krieg. Inselsprung-Kampagnen (Guadalcanal, Iwo Jima, Okinawa) schoben sich unter enormen Verlusten auf Japan zu. Die Atombombardements von Hiroshima (6. August) und Nagasaki (9. August) töteten 129.000–226.000 Menschen. Japan kapitulierte am 15. August 1945.

Die Ostfront

Das größte und verlustreichste Kriegstheater. Die UdSSR erlitt 27 Millionen Tote – mehr als alle anderen Kriegsteilnehmer zusammen. Die Belagerung von Leningrad dauerte 872 Tage; 800.000 Zivilisten starben an Hunger und Kälte. Stalingrad (1942–1943) vernichtete Deutschlands strategische Angriffskraft. Die Panzerschlacht von Kursk (1943) war die größte der Geschichte.

Der Holocaust im globalen Kontext

Der Holocaust war einzigartig geplant und industrialisiert, fand aber in einem breiteren Muster von Kriegsmassenmord statt. Japans Einheit 731 führte biologische Experimente an chinesischen Gefangenen durch. Das Massaker von Nanking tötete 200.000–300.000 chinesische Zivilisten. Die Sowjets begingen das Massaker von Katyn (22.000 polnische Offiziere). Der Zweite Weltkrieg produzierte, was Hannah Arendt den „Zusammenbruch der Zivilisation" nannte.

Das Manhattan-Projekt und das Atomzeitalter

Das Manhattan-Projekt wurde gestartet, nachdem Einstein Roosevelt gewarnt hatte, dass Deutschland Atomwaffen entwickeln könnte. Das Projekt beschäftigte auf seinem Höhepunkt 130.000 Menschen. Die wissenschaftlichen Leiter umfassten Flüchtlinge vor der Nazi-Verfolgung: Fermi, Szilárd, Teller, Frisch. Die UdSSR hatte Spione im Projekt, die die sowjetische Bombenentwicklung beschleunigten. Der Trinity-Test (16. Juli 1945) veränderte die Geschichte.

Die Nachkriegsordnung

Das Ende des Krieges schuf die Institutionen, die unsere Welt noch immer prägen. Die Vereinten Nationen (1945) ersetzten den gescheiterten Völkerbund. Das Bretton-Woods-System machte den Dollar zur globalen Reservewährung. Die Nürnberger Prozesse begründeten das internationale Strafrecht. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948) artikulierte erstmals universelle Rechte. NATO (1949) und Warschauer Pakt (1955) formalisierten das Kalte-Krieg-Bündnissystem.

Koloniale Soldaten – Die vergessenen Armeen

Über 2,5 Millionen Inder dienten in der britisch-indischen Armee – der größten Freiwilligenarmee der Geschichte. 500.000 west- und ostafrikanische Soldaten dienten in britischen und französischen Kolonialstreitkräften. Diese Soldaten kehrten nach Hause zurück, nachdem sie für Freiheiten gekämpft hatten, die ihnen zu Hause verwehrt wurden, und befeuerten die Entkolonialisierungsbewegungen der 1950er und 1960er Jahre.